Markus Maurischat

Ich bin Markus, Jahrgang ˋ84, IT-Enthusiast und in selbiger seit 2002 unterwegs. Begonnen hat alles in einem kleinen Computergeschäft in Bonn, in dem ich eine klassische Ausbildung genossen habe. Dort kam ich nicht nur mit der Laufkundschaft in Berührung, sondern auch mit Stammkunden und ihren PC-Problemen, sowie kleineren Firmen, Praxen und Organisationen, für die wir die Infrastruktur aufgebaut und betrieben haben.

Nach meiner Ausbildung ging es zu einer Bundesbehörde in Koblenz, bei der ich 8 Jahre mit vielen Technologien und Infrastrukturen zu tun hatte. Zu dieser Zeit lag mein Hauptschwerpunkt noch auf Softwarelösungen von Microsoft, aber bereits ungefähr 2008 begann meine Fokussierung auf das Thema Automatisierung und Programmierung. Die Anfänge bildeten VBScript und eine Shell-ähnliche Sprache in CA-Unicenter. Schnell erkannte ich hier aber Potentiale in anderen Lösungen und so war ich bspw. von Beginn an bei der Powershell mit v1.0 dabei. Was dort nicht funktionierte, bildete ich in C# und dem .NET Framework ab. All dies nützte mir, als bei meinem Arbeitgeber die damalige Systemcenter Suite von Microsoft eingeführt wurde und wir dort so richtig mit dem Thema Automatisierung loslegen konnten. Zu dieser Zeit machte ich zudem nebenberuflich, drei Mal die Woche abends über einen Zeitraum von vier Jahren, eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Informatiktechniker. Meine Abschlussarbeit bildete eine iPhone-App, damals noch geschrieben in Objective-C.

Eigenheiten der öffentlichen Verwaltung ließen mich den Arbeitgeber wechseln und so bin ich zurück in meine Geburtsstadt und zu den Stadtwerken in Bonn. Ursprünglich wurde ich für meine Kenntnisse im Bereich der Automatisierung eingestellt. Leider wurde ich dort recht schnell zum Infrastruktur-Administrator, der sich um Active Directory und Exchange gekümmert hat – zum Ende auch um MDM und die Einrichtung von Handys. Eine dunkle Geschichte meines Karrierepfades 😀

Aus diesen Gründen habe ich die SWB auch recht schnell, nach knapp 3 Jahren, verlassen und habe bei der Postbank Systems in Bonn die Stelle gefunden, welche ich zuvor gesucht habe: Automatisierung, u.a. mit Open Source Lösungen! Die damalige Postbank Systems war gespickt mit hochkomplexen Teilinfrastrukturen und Lösungen, welche eine schier unendliche Anzahl an automatisierten Prozessen hatte. Zusätzlich gab es dort verschiedenste OSS Betriebssysteme. Nach einiger Zeit wurde dort als Automatisierungsplattform das Produkt vRealize von VMware eingesetzt, was zum damaligen Zeitpunkt schlichtweg konkurrenzlos war. Relativ schnell durfte ich die fachliche Leitung eines Teams übernehmen, das sich ausschließlich damit befasste neue und alte Prozesse in vRealize zu automatisieren und zu optimieren. Als Beispiel sei z. B. die Bereitstellung neuer Serversysteme zu nennen, in dessen Prozess eine Vielzahl an Drittsystemen involviert war. Zu dem war der Prozess automatisch vollständig dokumentiert und compliant – also abgeglichen mit dem Servicemanagement (SR, CR, INC) nach ITIL.

Leider wurde die Postbank Systems im Zuge einer Zusammenlegung verkauft und aufgelöst. Mit dem neuen Arbeitgeber konnte ich mich leider nicht mehr identifizieren und zusätzlich fehlte mir die Perspektive, so dass ich mich nach 4 Jahren gezwungener Maßen nach einem neuen Job umschauen musste. Per Zufall bin ich dabei auf CONET gestoßen, ein Beratungshaus, zum damaligen Zeitpunkt noch beheimatet in Hennef, heute im Herzen von Bonn. CONET suchte damals einen Automatisierungsspezialisten, perspektivisch für den Bereich vRealize. Eine, wie sich später herausstellte, glückliche Fügung sollte dazu führen, dass es zeitnah keine Projekte für diesen Bereich gab, als ich bei der CONET als Senior Consultant angefangen habe. Sehr schnell fokussierte ich mich (wieder) auf den Open Source Bereich, mein damaliges zweites Standbein, das nun aber zu meinem Ersten werden sollte. Ich erkannte was möglich war: OpenSource Lösungen zu Serviceleistungen weiterentwickeln und anbieten – bspw. eine vollständige Automatisierungsplattform basierend auf Ansible und diversen Hilfssystemen. Im Laufe der letzten Jahre sind die Lösungen und Services mehr und mehr geworden, so dass auch das Open Source Consulting Team bei der CONET größer wurde. Mittlerweile bin ich Manager und leite dieses Team von 14 Personen. Unser Fokus liegt auf der Planung, dem Design, dem Aufbau und dem Betrieb souveräner (On-Premise) Infrastrukturen, bestehend aus Virtualisierung, Container-Plattformen, Automatisierung und unzähliger Basis-Dienste sowie Applikationen. Bei Bedarf werden hier auch Hyperscaler berücksichtigt bzw. eingebunden. Zusätzlich optimieren wir auch bestehende Infrastrukturen oder unterstützen bei Migrationen.

Über alle Arbeitgeber hinweg war ich auch am Projektmanagement beteiligt bzw. habe des Öfteren Projekte bzw. Teilprojekte geleitet und kenne dementsprechend die Pain-Points, quasi von der anderen Seite des Tisches. Am wohlsten fühle ich mich aber auf der fachlichen Seite als Berater oder wenn ich sogar selber die Kommandozeile öffnen darf 😀

Die verschiedenen Stationen auf meinem Karrierepfad haben mich mit einer enormen Vielzahl an Produkten und Lösungen in der IT in Berührung kommen lassen, insbesondere durch über 15 Jahre Automatisierung. Manches fühlt sich an wie aus einem anderen Leben (VBScript wtf?!). Meine berufliche Laufbahn war zwar gespickt mit Microsoft (was der Erfahrung bestimmt nicht geschadet hat), dennoch habe ich mich schon immer für Open Source Produkte interessiert und diese auch noch während meiner Ausbildung privat eingesetzt (damals schon ein Fan von FreeBSD). Fun Fact: Privat habe ich Windows seit 2008 nicht mehr genutzt. Die Jahre bei der Postbank Systems haben mich, was das Thema Open Source angeht, nochmals zusätzlich geschliffen. So habe ich mich on top mit sicherheitsrelevanten und datenschutzbezogenen Themen auseinandergesetzt. Dienste von Meta oder Google nutze ich z.B. seit 2019 nicht mehr. Aber ja, ich nutze fast alle Produkte (außer iCloud) aus dem Hause Apple, hier bin ich paradoxerweise inkonsequent. Das hat diverse Gründe, könnte sich aber auch ändern. Ansonsten bin ich durch und durch SelfHoster. Alle Dienste laufen auf einem 3-Node Proxmox Cluster. Hierzu gehört Nextcloud, PiHole + Wireguard, Kubernetes, CheckMK, Gitlab und diverse Basis-Dienste. Natürlich durchautomatisiert 😉

Ich halte Open Source Lösungen tatsächlich für absolut essentiell. Ohne Open Source Software würde wenig bis gar nichts funktionieren – die meisten erahnen nicht einmal, wo ein Linux Kernel überall läuft. Kleiner Tipp: Wenn der Fernseher nicht gerade über 10 Jahre alt ist, dürfte unter Garantie ein Linux Kernel die Basis der Software bilden. Oder euer eventuell vorhandener Thermomix in der Küche 🙂

In der Öffentlichkeit, insbesondere in Teilen der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung, ist Open Source als Option leider noch nicht wirklich angekommen. Hier hat Microsoft über Jahrzehnte ganze Arbeit geleistet und seine Produkte leider als Defacto-Standard etabliert. Ohne MS Office bzw. M365 geht nichts wird einem weisgemacht. Gerade im Zuge der aktuellen Entwicklungen auf der Welt, ist es erforderlicher denn je, dass wir unabhängige Software-Lösungen erkennen und einsetzen, um so offene und einheitliche Standards zu bieten. Das ist etwas, wozu ich meinen Beitrag, auch wenn nur in Teilen, leisten möchte. Meine Position und die Möglichkeiten bei CONET, kommen mir dabei natürlich zu Gute.

Wer mehr über das Thema Open Source Lösungen erfahren möchte oder wenn allgemein Interesse zum Thema besteht, sei es auf privater Ebene oder offiziell über meine Rolle als Manager bei der CONET, kommt gerne auf mich zu!

Auf dieser Seite versuche ich privat über technische und netzpolitische Themen aus der Open Source Welt zu schreiben. Sofern es die Zeit zulässt 🙂

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